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REISEFÜHRER

Ein ungewöhnlicher Name, ungewöhnliche Schicksäle und eine ungewöhnliche Gestalt, das ist Zlatá Koruna (dt. Goldenkron) – ein Dorf, das ehemals Kloster war. Oberhalb einer Flussschleife der Moldau liegend wird dieser Ort von Tausenden in- und ausländischer Besucher aufgesucht. Seine Beliebtheit verdankt er seinen Denkmälern, dem Standort an den Moldauer Wassersporttrassen unweit von Český Krumlov (dt. Krumau) und auch der wunderschönen Natur unter dem Berg Kleť (dt. Schöninger) im Vorgebirge des Böhmerwaldes. Er liegt im Landschaftsschutzpark Blanský les (dt. Plansker Wald) und der historische Teil der Gemeinde ist eine dörfliche Denkmalschutzzone, in welcher sich gleich mehrere nationale Denkmäler befinden. Die gegenwärtige Gemeinde wird neben dem eigentlichen Ort Zlatá Koruna auch durch die Siedlungen Rájov (dt. Rojau) und Plešovice (dt. Pleschowitz) gebildet.

GESCHICHTE IM GRUNDRISS

Die Entstehung von Zlatá Koruna ist mit dem hiesigen Zisterzienserkloster verbunden. Es wurde 1263 durch den böhmischen König Přemysl Ottokar II. gegründet. Einer alten Klostertradition zufolge tat er dies in Erinnerung an die Siegesschlacht bei Kressenbrunn, die er 1260 gegen die ungarische Armee von Béla IV. geführt hatte. Der König wurde sicherlich auch durch geopolitische und wirtschaftliche Gründe zur Gründung eines Klosters bewegt. Die Besatzung des neuen Klosters vertraute er Mönchen von der österreichischen Abtei Heiligenkreuz an, was im Sinne seiner Politik der Verknüpfung der böhmischen Länder mit dem neu erworbenen Donaugebiet war. Durch seine Gründertätigkeit im Süden Böhmens betrat er somit gleichzeitig aktiv einen Raum, der von dem mächtigen hiesigen Adelsgeschlecht der Witigonen immer stärker beherrscht wurde.

 

Der bedeutende Reichtum des Klosters, das ursprünglich Sancta Spinea Corona (Die Heilige Dornenkrone) benannt wurde, an Grund und Boden ermöglichte im 14. Jahrhundert einen großzügigen Ausbau im gotischen Stil. Die Krise der Feudalordnung, die sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu einem langwierigen bewaffneten Konflikt entwickelte, machte auch vor Zlatá Koruna keinen Halt. 1420 griffen die Hussiten zweimal das Kloster an und brachten zeitweilig das Leben in ihm zum Erliegen. Unter den geänderten Verhältnissen des 15. und 16. Jahrhunderts waren die Zisterzienser nicht in der Lage, ihr Eigentum vor aggressiven Adligen zu schützen, vor allem den Rosenbergern, die sie ihres Eigentums an Grund und Boden beraubten und das Kloster selbst zum Bestandteil ihres Geschlechtseigentums machten. Nach dem Beginn der Rekatholisierung nach dem Jahre 1620 verkümmerte das Kloster immer mehr und stand kurz vor der Aufhebung. Seine spätere Stabilisierung, im Vergleich mit anderen böhmischen Klöstern nicht besonders wesentlich, drückte sich nur in schrittweisen Anpassungen des Klosterareals im Stil des Barock aus. Die Aktivitäten des Klosters fokussierten im 17. und 18. Jahrhundert überwiegend auf die Unterstützung des Marien-Kultes in der nicht weit gelegenen Gemeinde Kájov (dt. Gojau), deren Pfarrbezirk unter die Zisterzienser von Zlatá Koruna gehörte. Trotz aufklärender Reformen des letzten Abts Bohumír Bylanský wurde das Kloster 1785 durch Kaiser Joseph II. aufgelöst. Die Hauptkirche wurde zur Pfarrkirche, übrige kirchliche Gebäude wurden geschlossen und es wurde das Dorf Zlatá Koruna bestätigt, früher schon auf Deutsch Goldenkron genannt. Den Landbesitz erwarben die Fürsten von Schwarzenberg. Neue Eigentümer vermieteten die künstlerisch wertvollsten Gebäude des alten Klosters für Industriezwecke. Schrittweise hatten hier bald eine Zündholzfabrik, eine Textilfabrik und ein Maschinenwerk mit Gießerei ihren Sitz. Von 1908 an begannen die Schwarzenberger schrittweise an der Rettung der wichtigsten Teile des Areals zu arbeiten. Nach 1940, als die Schwarzenberger durch die Nationalsozialisten der Ausübung ihrer Eigentumsrechte endgültig enthoben wurden, wurden detailgetreue Reparaturen des ehemaligen Klosters durch den Staat fortgesetzt. Inzwischen verwandelte sich das zuerst durch die Außenmauer des Vorklosters umschlossene Dorf in eine Gemeinde, deren historischer Teil in einem Mäander der Moldau liegt. Der neuere Teil der Gemeinde fand hoch oberhalb des Flusses in der Nähe des Zugbahnhofs einen geeigneten Ort für seine Entwicklung.

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SEHENSWÜRDIGKEITEN

Zlatá Koruna liegt in einem Mäander der Moldau, abseits größerer Siedlungen und Hauptwege. Durch die Wahl des Standortes für ihre Gründung erfüllten die Zisterziensermönche das Gebot von einem größeren Fokus auf den Dienst für Gott und der Abgeschiedenheit von der oberflächlichen Welt der Menschen in idealer Weise. Für ihre Tätigkeit schufen sie eine eigenständige geistliche und wirtschaftliche Entität im Geiste des Leitspruchs des hl. Benedikts „ora et labora“ (bete und arbeite). Die gesamte Halbinsel wurde schrittweise mit einzelnen Klostergebäuden bebaut, wobei sie eine mehr oder wenig feste und logisch verbundene Einheit bildeten. Den Kern des Areals bildete dabei immer der Tempel nebst des anliegenden Konventgebäudes mit seinem quadratischen Grundriss. Des Weiteren wurden hier des Abtsitz, das Krankenhaus und Gästezimmer erbaut. An diese Gebäude knüpften Wirtschaftsbauten eng an. Eine wichtige Rolle im Leben des Konvents spielte das Wasser, und zwar sowohl aus rein praktischen als auch aus symbolischen Gründen. Deshalb wurde nicht nur das Flusswasser der Moldau genutzt, die Mönche führten auf dem Kamm der Landspitze einen etwa drei Kilometer langen künstlichen Kanal Namens Jordánek. Der Standort im ruhigen Tal eines Moldaubogens war ein ausgezeichneter Ort für die Gründung eines Klosters. Das einzige Kompromiss im Widerspruch zu den Gewohnheiten, wie christliche Gotteshäuser zu bauen sind, welches durch die Topologie des Terrains gegeben ist, ist in diesem Fall das nicht orientierte, also nicht nach Osten gerichtete Presbyterium der Hauptkirche. Nach den Hussitenkriegen konzentrierte sich das Leben der Mönche immer mehr nur im Kern des Klosters, wobei die sonstigen Tätigkeiten im Außengelände von Laienangestellten gesichert wurden. Dieser Teil des ehemaligen Klosters entwickelte sich schrittweise in das gleichnamige Dorf. Der historische Teil der Gemeinde Zlatá Koruna liegt im Areal des ehemaligen Klosters und die Gesamtheit stellt somit das flächenmäßig größte Klosterareal auf dem Gebiet der Tschechischen Republik dar.

Das Klosterareal

1995 wurde das Kloster Zlatá Koruna zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Das Denkmal umfasst den Kern des Klosters mit der Maria-Himmelfahrt-Kirche, die Konventgebäude, das Haus des Abtes und die anliegenden Gärten. Zum Areal der wertvollsten Denkmäler gehört auch der ehemalige Wirtschaftshof und die Gebäude in der Nähe des gotischen Eingangstores – das Gemeindeamt und das ehemalige Pfarrhaus. Die künstlerisch wertvollsten Bestandteile des ehemaligen Klosters verantwortet das Nationale Institut für Denkmalschutz. Gemeinsam mit der Pfarrkirche, die ehemals als Hauptklosterkirche diente, sind die Räumlichkeiten des detailgetreu instandgesetzten und mit Möbeln ausgestatteten Klosters gegenwärtig Bestandteil der Besichtigungstrassen.

Die Maria-Himmelfahrt-Kirche

Das wichtigste Bauwerk in Zlatá Koruna ist die Maria-Himmelfahrt-Kirche. Die dreischiffige Basilika ist das größte Sakralbauwerk im Süden Böhmens. Sie wurde in zwei Etappen etwa zwischen den Jahren 1280–1360 erbaut, wobei die Bauarbeiten wohl an der Kreuzung des Hauptschiffs mit dem Querschiff begannen und mit dem Erbauen des Eingangsteiles endeten. Die Kirchenwände tragen sichtbare Spuren von der Aufstellung des Außenstrebewerks. Es handelt sich um den ältesten Nachweis einer Kathedrallösung des Tragsystems mit Hilfe von Pinakeln in Böhmen, das jedoch schlussendlich nie ausgeführt wurde. 1420 wurde die Kirche von den Hussiten beschädigt und lag bis zu den 60er Jahren des 17. Jahrhunderts in Trümmern. Nachfolgende frühbarocke Bauarbeiten beseitigten das vierte Schiff, die Kirche bekam größtenteils ein niedrigeres barockes Gewölbe und verlor unzählige mittelalterliche    Artefakte. Trotzdem stellten eine gotische Rosette und das Stirnwandfenster im Stil der Gotik ein Beispiel hochgotischen Bauens in Böhmen dar. Der nach der Mitte des 18. Jahrhunderts durch den letzten Abt Bylanský begonnene spätbarocke Umbau der Kirche kam zu der Zeit der Aufhebung des Klosters auf der Ebene des Querschiffes zum Stehen. Es wurde das Presbyterium mit dem Altar der Maria Himmelfahrt und mit an der Seite angebrachten Skulpturen der Kirchenväter, mit den Zenotaphen von Přemysl Ottokar II. und des Mäzens Bavor III. sowie weiteren Werken der Malerei und Bildhauerei vervollständigt. Ein wertvolles Denkmal von wesentlicher sakraler Bedeutung für Gläubige ist das gotische Tafelbild der Madonna von Goldenkron aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Es gehört zu der Gruppe der Madonnen des sogenannten schönen Stils, die durch die Madonna von St. Veit repräsentiert wird. Gegenwärtig findet man eine Kopie des Tafelbildes in der Kirche, das Original fand vor kurzem in der Abtkapelle seinen neuen Platz. Nach der Aufhebung des Klosters 1785 wurde die Konventkirche zur Pfarrkirche und von den Schwarzenbergern übernommen. Dieses Adelsgeschlecht suchte in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts in ihren Herrschaftsgütern einen Ort, der für die Beerdigung der sterblichen Überreste seiner Mitglieder würdig wäre. Bevor die Schwarzenberger den Neubau der berühmten Gruft in Třeboň (dt. Wittingau) beschlossen, zogen sie auch Zlatá Koruna in Erwägung. Aus dieser Zeit stammen auch die Entwürfe für den neugotischen Umbau der Kirche mit einem mächtigen Frontturm. Als diese Pläne sich endgültig zerschlugen, folgte eine Rekonstruktion der Kirche, die leider nachhaltige Folgen für die Kirchensilhouette hatte. Bei der Rekonstruktion wurde nämlich der Giebelreiter an der Giebelkreuzung beseitigt, der den Dachstuhl zu sehr belastete und die gotischen Giebel und das Dach erhielten somit die gegenwärtige geringe Abdachung. Damit die Kirche ihren mittelalterlichen Charakter nicht ganz verliert, wurden gotische Bauglieder in den neu sanierten Giebeln wiederhergestellt, ansichtsmäßig erlitt die Kirche jedoch einen großen Schaden. Diese Rekonstruktion erfolgte in den Jahren 1839–1841. Die Kirche ist weiteren Vorschlägen oftmals radikaler Umbauten zum Glück entgangen.

Der große Konvent

Mit der Kirche hing der Bogengang baulich zusammen. Seine Anordnung war in der Mehrheit der mittelalterlichen Klöster Westeuropas verbindlich und unveränderlich. Die Quadratur des Konvents, der in Zlatá Koruna als großer Konvent bezeichnet wird, um ihn vom kleinen Konvent, dem ehemaligen Spital zu unterscheiden, blieb bis zur Gegenwart gut erhalten. Die Errichtung des Ambits erfolgte gleichzeitig mit der Erbauung der Hauptkirche. Die Architektur des Kreuzganges, der mit 28 Feldern des Kreuzgewölbes vollendet ist, und des Kapitelhauses aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts vereint sich anmutig mit der Stuckatur im Rokokostil und Fresken aus der Zeit des letzten Abtes Bylanský. Beschädigte Gemälde und der Abriss der sogenannten Brunnenkapelle innerhalb des Paradisus 1828 sind Folgen des Industriebetriebs. Damals wurde der große Konvent zur Textilfabrik und ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er in ein Eisen- und Maschinenwerk umgewandelt. Schäden, die die Fabrik an den Klostergebäuden hinterließ, betrafen vor allem die Innendekoration. Seit 1908, als das Werk wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurde, erfolgten Restaurierungsarbeiten, die das Gebäude an die Gestalt annäherten, welche es bereits vor 1785 hatte. Durch den großen Konvent führt der größte Teil der Besichtigungstrasse. Die Interieure des großen Konvents evozieren derzeit teilweise die Zeit vor der Aufhebung des Klosters. Das Refektorium, die Bibliothek und einige Zellen sind so ausgestattet, dass sie an das geistliche Leben im Kloster erinnern. In der ehemaligen Klosterküche ist ein einzigartiger Satz didaktischer Gemälde der Klosterschule von Goldenkron aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgestellt. Die Besichtigungstrasse passiert auch weitere Räume und Exterieure des ehemaligen Konvents wie den kleinen Konvent, die Hauptkirche oder die Abtkapelle.

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Der kleine Konvent und die Kapelle der Schutzengel

Das Gebäude des sog. kleinen Konvents erwarb seinen Namen in der Zeit, in welcher es den Mönchen, deren Anzahl nach den Hussitenkriegen bedeutend sank, als Hauptdomizil diente. Die Objektmasse verrät einige Bauphasen beginnend mit der Spätgotik bis zur Schlussphase des Lebens der Mönche im Kloster. Früher stand hier wahrscheinlich ein Spital, das an die benachbarte kleine Kirche der Schutzengel anschloss. Diese Kirche ist das älteste Baudenkmal in Zlatá Koruna. Ihre Entstehung wird im letzten Quartal des 13. Jahrhunderts vermutet, einige Forscher erwägen jedoch bereits das erste Jahrzehnt der Existenz des Klosters. Es handelt sich um eine Obergeschosskapelle, das ursprüngliche fünfseitige Presbyterium blieb nicht erhalten, so dass das gegenwärtige Presbyterium erst aus dem 20. Jahrhundert stammt. Sowohl die Kapelle als auch der kleine Konvent wurden im 19. und 20. Jahrhundert weitreichenden Änderungen unterzogen, als sie in einigen Wellen unter verschiedenen Einflüssen der sich ändernden Konzeptionen des Denkmalschutzes saniert wurden. Die Kapelle wurde jedoch bereits kurz nach der Aufhebung des Klosters groß umgebaut, als sie nicht mehr als Tempel diente. Zuerst wurde die Kapelle der Jungfrau Maria und von der anderen Seite die Sakristei entfernt. Danach wurde der Uhrenturm zerlegt und in das unweit gelegene Schwarzenbergische Schloss Červený Dvůr gebracht. Die schwersten Verluste erlitt die Kirche in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts, als das Presbyterium im Zuge der Erweiterung dieses Gebäudes in den ehemaligen Fabrikhof im Wege stand und deshalb abgerissen wurde. Der heutige Kapellenanbau stammt erst aus dem 2. Weltkrieg. Die rote Farbe der Objektfassade ist das Resultat der modernen Sanierung der in Spuren erhaltenen ältesten Putzschicht aus dem Mittelalter.

Das künstlerisch wertvollste architektonische Element ist das frühgotische Portal am Westeingang in die Kapelle. Die wertvolle Steinmetzarbeit des Tympanons mit ausgemeißeltem Weinlaub stellt einen Hinweis auf die Bindung des Zisterzienserklosters zur Wiege der Zisterzienserordnung im burgundischen Citeaux (lat. Cistercium). Der Kapellenraum im Erdgeschoss dient derzeit gelegentlichen Gottesdiensten und wurde vor kurzem mit einem spätgotischen Flügelaltar, der sog. Arche von Němčice, und einem Zyklus der gotischen Gemälde mit dem Motiv der Folterung der Apostel aus Gojau ausgestattet. Das Obergeschoss der Kapelle dient als Depositar für Manuskripte und Inkunabeln, die sich im Eigentum der Südböhmischen Wissenschaftlichen Bibliothek befinden.

Die Abtei, der Innenhof und die Brauerei

Der Gebäudekomplex, der den größten Hof in Zlatá Koruna vom Norden und Osten umschließt, wird heute als Abtei bezeichnet. Als Unterkunft für den Abt diente jedoch vor allem der oberhalb der Flussaue erbaute Trakt. Von der nördlichen Seite war der Trakt der Klosterbrauerei an ihn angrenzend. Es handelt sich um ein Objekt mit einer komplizierten baulichen Entwicklung, in welchem alle Baustille angefangen bei der Gotik bis zu gegenwärtigen Anpassungen seitens der Behörden für den Denkmalschutz aufeinander folgen. Die Gotik durchdringt das Gebäude von den tiefen Kellern bis zum ersten Stock, in welchem sich die zentrale Abtkapelle, die den Grundriss eines Achtecks hat, als wertvollster Raum befindet. Heute birgt sie das Originaltafelgemälde der Madonna von Goldenkron. Baumaßnahmen in der Zeit der Renaissance und des Barocks gaben dem ganzen Objekt seinen malerischen Charakter mit einem Labyrinth der Gänge und mit einer engen Schneckenstiege.

Für die Repräsentation des Abtes wurde der Hof nach dem zeitgenössischen Geschmack zu einem symmetrischen Ehrenhof umgestaltet, in dessen Front sich die Wohnstäte des Klostervorstehers befand. Für diese Zwecke wurde in die alte Umfriedungsmauer irgendwann im 18. Jahrhundert eine Öffnung gebrochen, in welche dann ein Tor eingebaut wurde. Die ursprüngliche Einfahrt lief nördlich vom Brauereitrakt. Gerade die wachsende und blühende Brauerei mit ihrem Betrieb war nicht mit einer prunkvollen Zufahrt ins Kloster vereinbar und mit der Schaffung des erwähnten Ehrenhofs wurde eine Lösung gefunden. Die Brauerei schloss zur gleichen Zeit wie das Kloster aufgehoben wurde und die entlang des gegenwärtigen Eingangs zur Kasse an der nördlichen Seite des Areals liegenden Räume, welche für den Braureibetrieb genutzt wurden, waren während des 19. Jahrhundert noch utilitär genutzt. Wegen des schlechten technischen Zustands wurden gegen Ende des 19. Jahrhundert auch die barocke Apotheke oberhalb der Einfahrt, der barocke Abteitrakt über dem Fluss und die alte Abtküche mit einem hohen Fuchskanal abgerissen. Heute hat hier die Verwaltung des Objekts gemeinsam mit technischen Räumen ihren Sitz, es befinden sich hier die Ausstellungsräume, die Kasse, sowie die Abteilung für historische Buchfonds der Südböhmischen Wissenschaftlichen Bibliothek. Im Klosteraral ist auch ein Kindergarten zu finden, der nicht nur bei Eltern und Kindern von Zlatá Koruna, sondern auch in der nahen Umgebung beliebt ist.

Die Gärten

Barocke Veduten des Klosters zeigen barocke Zier- und Nutzgärten, die den Klosterkomplex umgaben. Die Aufmerksamkeit wird vor allem von drei größeren Gärten gefangen. Der Küchen- und Versorgungsgarten, der an die Klosterküche angrenzte, weiter der Ziergarten des Konvents und schließlich der anspruchsvolle Abtgarten, der hinter dem Trakt des Abthauses und der Brauerei lag. Der Konventgarten diente –  wie der Name verrät – der Erholung der aller Konventbewohner, während den Zugang zum Abtgarten vor allem der Abt hatte, der jedoch auch anderen Mitgliedern des Klosters und auch den Schülern der hiesigen Musterschule seine Bewilligung für das Betreten des Gartens gab. Die Ziergärten hatten auch Springbrunnen und waren als reguläre französische Gärten gestaltet. Nach der Aufhebung des Klosters gab es keine Pfleger für die Gärten mehr, deshalb ist von der anspruchsvollen barocken Gestaltung der Gärten nichts übriggeblieben. Heutzutage werden alle diese Flächen gärtnerisch bewirtet und haben zumeist die Gestalt von Grünanlagen. Während der Konvent vor seiner Aufhebung 34 Mitglieder und einige Dutzend wirtschaftlicher Angestellter und Untertanen hatte, deren Pflichten gegenüber dem Kloster sich aus der feudalen Abhängigkeit ergaben, wird das Kloster heutzutage von nur 5 Mitarbeitern mit nötiger Mechanisierung gepflegt.

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Historischer Teil der Gemeinde

Besucher, die in der Gemeinde Zlatá Koruna ankommen, nehmen das Dorf und das Kloster als getrennt wahr. Diese Trennung galt jedoch in der Vergangenheit nicht. In der Zeit des Bestehens des Konvents befand sich bis 1785 nur das Kloster im Flusstal. Erst nach der Aufhebung des Klosters entstand im Außengelände ein Dorf, während das Innenareal von den Schwarzenbergern und nach der Konfiskation vom Staat erworben wurde. Dadurch wurden die Schicksale beider Teile einer ursprünglich einheitlichen städtebaulichen Entität in einem wesentlichen Maße getrennt.

Das Dorf, wirtschaftlicher Betrieb

Zisterzienserklöster waren bemüht, selbstständig zu sein. Deshalb haben sie u.a. auch Hopfen- und Weingärten gegründet. Bier aus hiesigem Hopfen wurde von Mönchen in der Klosterbrauerei gebraut, die sich in Goldenkron in der Nähe des Abthauses befand. Außer dieser Brauerei hatte das Kloster vor seiner Aufhebung noch weitere zwei Brauereien in seinen Herrschaftsgütern (in Chlumeček u Křemže und in Keblany bei Trhové Sviny). Kleine Wohnhäuser entstanden erst in der Zeit des Barocks an der mittelalterlichen Klostermauer. Familien der Klosterangestellten, die dort wohnten, stellten die Basis für eine dauerhafte Ansiedlung in der Gestalt eines Dorfes, dass innerhalb der Klostermauer geboren wurde. Die Ortschaft begann sich vor allem nach der Aufhebung des Klosters mit neuen Häusern zu verdichten, sodass sich die Anzahl der Anwesen dort bis 1827 verdreifachte. Der Zugang der Einwohner hing mit den Arbeitsgelegenheiten zusammen, die hier seit 1801 in neu gegründeten Manufakturen und später Fabriken in den großen leeren Objekten des ehemaligen Klosters bestanden. Das in der Mitte des historischen Teiles des Dorfes stehende Gebäude ist mittelalterlichen Ursprunges, wie man anhand der Treppengiebel nachvollziehen kann, und ist fast in der ursprünglichen Gestalt erhalten geblieben. Es diente wohl als Hospiz, also eine Herberge für Pilger und weitere Kranke, die nicht zum Konvent gehörten. Die Schwarzenberger betrieben hier später ein Fürstengasthaus und derzeit befindet sich hier außer Wohnungen auch die Post. Unweit von hier lag der Klosterspeicher. Dieses Gebäude kann man bis zum heutigen Tage auf dem hiesigen Dorfplatz sehen. Es stammt aus der Barockzeit um das Jahr 1686.

Zum Areal des nationalen Kulturdenkmals gehört auch der ehemalige Wirtschaftshof. Er wurde vom Kloster spätestens im 16. Jahrhundert gegründet. Während der Vorhussitenkriege lag er wahrscheinlich auf einer erhöhten Stelle inmitten von Feldern, an der Stelle der gegenwärtigen modernen Bebauung im oberen Teil der Gemeinde. Vom ursprünglichen Bau ist allerdings nichts erhalten geblieben. Der Wirtschaftshof wurde nach der Schließung des Klosters von den Schwarzenbergern und später von den hiesigen Gutsbesitzern genützt. Seinem Zwecke diente er bis zur Kollektivierung in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Komplex des landwirtschaftlichen Areals wird von einer Gruppe von Gebäuden gebildet, deren Ursprung sich vom 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erstreckt.

Hinter dem Speicher wurden in den letzten Jahren des Bestehens des Klosters und auch in den ersten Jahrzehnten nach seiner Aufhebung Leinwände geblichen, die vom Kloster unter anderen auch an den Staat für Militärzwecke geliefert wurden. Eine weitere Quelle für die Gewinne des Klosters war die Produktion und Verkauf von Salpeter und Pottasche, die in Werken in der Nähe des Speichers hergestellt wurden. Salpeter diente vor allem der Erzeugung von Schießpulver, Pottasche dann der Glaserzeugung in den unweit gelegenen Glashütten des Böhmerwalds. Nach der Aufhebung des Klosters wuchs diese Produktion in Zlatá Koruna noch weiter, und zwar teilweise in der Verwaltung des Staates, teilweise wurde sie auch von den Schwarzenbergern vollzogen. Die Herstellung von Salpeter und Pottasche dauerte hier bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts an.

Das Pfarrhaus, das Eingangstor und das Gemeindeamt

Durch das Eingangstor neben dem jetzigen Gemeindeamt wurde der innere Teil des Klosters betreten, der heute als nationales Kulturdenkmal gilt. Das Tor stammt aus der Zeit der Gotik und wurde später mehrmals umgebaut. In der Zeit des Klosteruntergangs im 16. Jahrhundert lebte auch der Abt in der Bastei. Damals hatte die Bastei ein Renaissancebossenwerk, welches bis heute erhalten blieb. Die Bastei hatte bis 1836 ein Stockwerk mehr. In ihrer Nachbarschaft lag bis zu den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Küche mit einem hohen Fuchskanal. Heutzutage steht an der Stelle der Küche ein eingeschossiger Neurenaissancezubau aus den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Bastei wurde nämlich nach der Aufhebung des Klosters für eine neu gegründete Pfarrei adaptiert. Pfarrer und Kaplane lebten hier bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dem Tor gegenüber stand in den Zeiten des Klosters ein Pförtnerhaus, auch mit einer Wohnung für den Pförtner (meistens das älteste Konventmitglied), und es befand sich hier auch ein Baderhaus. Nach der Aufhebung des Klosters 1787 wurde das Gebäude den Bedürfnissen der berühmten Schule von Goldenkron angepasst. Damals wirkte hier der Kantor der Zeit der nationalen Wiedergeburt Antonín Borový (1755–1832), Schriftsteller und Freund von Václav Matěj Kramérius, Komponist von Kirchenliedern.

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Die Kirche der hl. Markéta und das erste Tor

Während der Zeit des Bestehens des Klosters kamen Pilger zur Kirche der hl. Markéta und dem ersten Tor. Diese Kirche ist der Sage nach älter als das Kloster selbst, in der Wirklichkeit stammt sie jedoch aus dem 14. Jahrhundert und wurde am Ende des 15. Jahrhunderts spätgotisch zu einer zweischiffigen Kirche umgebaut. Sie diente den Gläubigen aus der Umgebung des Klosters und auch Untertanen, die in kleinen Handwerkhäusern innerhalb der Vorklosterumfriedung lebten und arbeiteten.  Für sie war der Zutritt zu Messen in der Hauptkirche nicht möglich, weil sich das Kloster nach den Grundsätzen der sog. Klausur richtete und der Aufenthalt im Kern des Klosters nur für Mitglieder des Konvents und genau festgelegte Personen bestimmt war. Nach der Aufhebung des Klosters wurde auch diese Kirche geschlossen. Ihr Gebäude war dann verschiedenartig genutzt, vor allem zu wirtschaftlichen Zwecken. Seit 1843 produzierte hier die Firma Fürth aus Sušice (dt. Schüttenhofen), die später zum weltberühmten Unternehmen Solo Sušice umwandelt wurde, Zündhölzer. Die Zündholzherstellung endete in Zlatá Koruna im Jahre 1902, dann wurden hier von der Schwarzenbergischen Forstverwaltung Forstarbeiter untergebracht, heute steht das Haus leer. Jeder Funktionswechsel des Objekts brachte selbstverständlich auch Umbauten mit sich, und so wurde Ende des 18. Jahrhundert der barocke Turm zerlegt und in der neu erbauten Kirche in Hodňov im Böhmerwald verwendet, auf deren Turmhelm noch das Symbol der römischen Ziffer XIV sichtbar ist, als Bezeichnung für die Goldenkroner Brüderschaft der 14. heiligen Helfer. Der Körper des ursprünglichen gotischen Turms, der Vorgänger eines barocken Turms war, blieb bis heute in seiner Position über dem ehemaligen Triumphbogen im jetzigen Dachbodenraum der Kirche in der Höhe von etwa 4 Metern erhalten. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Gewölbe abgerissen und nach einem Brand 1854 wurde das Objekt vollständig umgebaut und vergrößert. Eine bis heute erhaltene Besonderheit stellen gotische Grate dar, die aus dem Bauwerkkörper herausragen. Das danebenstehende spätgotische Tor erinnerte an den Umstand, dass das Kloster durch eine leichte Schutzmauer umgeben war. Es ist eine traurige Tatsache, dass das Tor erst 1960 bei einer Militärübung abgerissen und beseitigt wurde.

Die Mühle, das Wasserwehr und die Zuleitung

Am Rande des Talflurs der Moldau hatte das Kloster eine Mühle errichtet. Es wurde hier Getreide gemahlen, später kam auch ein Sägewerk dazu. Zum ersten Mal wird diese Mühle im Mittelalter erwähnt, seit 1686 besteht eine klarere Vorstellung über ihren Standort. Mit der Mühle war auch ein Wasserwehr mit Wasserzuleitung verbunden, die zu diesem Jahr auch schriftlich belegt sind. Die um ein kleines Wasserkraftwerk erweiterte Mühle steht bis zum heutigen Tage. Sie ist allen Wassersportlern bekannt, die auf ihren Booten und Kanus auf dem Fluss an Zlatá Koruna vorbeifahren. Derzeit nutzen Wassersportler eine Schleuse mit einer Fischschwelle. Bis vor Kurzem befand sich hier noch eine breitere und kurze Floßschleuse. In der Zeit des größten Ruhms der Gemeinde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg waren Zlatá Koruna und vor allem der Standort Rájov eine berühmte Station für sog. Schifferleute.

Die Mühle von Goldenkron brannte im 19. Jahrhundert ab und wurde nach ihrem Umbau bedeutend erweitert, bis sie die heutige Gestalt erhielt. Die Ausstattung des Mühlhauses für das Mahlen von Mehl vom Anfang des 20. Jahrhunderts, die als amerikanisches System bezeichnet wird, blieb bis zum heutigen Tage aufrechterhalten. Die Wasserzuleitung wurde von der Mühle dann einerseits durch den bis heute bestehenden Mühlkanal, andererseits durch einen heute ziemlich verlandeten gewölbten Kanal fortgesetzt, der Wasser unter den herausragenden barocken Trakt des Klosters führte und gleichzeitig als Abwasserkanal für das Kloster und seine Bewohner diente.

Der heute üblichste Zutrittsweg nach Zlatá Koruna über eine am Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Brücke ist ziemlich jung. Vor dem Brückenbau führten die Hauptwege ins Kloster auf dem linken Flussufer, aber vor allem aus dem oberen Teil der heutigen Gemeinde.

Der Zutritt in den historischen Teil von Zlatá Koruna und der Bach Jordánek

Die Grenze zwischen dem zeitgenössischen und historischen Teil der Gemeinde bildet der steile Hang namens Kotrbíz, wo seit jeher der Hauptweg zum Kloster führte. Der bislang lebende Name ist eine tschechische Verstümmelung der alten deutschen Bezeichnung der Wiesen oberhalb des Klosters, die Gotteswiese genannt wurden und an einen Friedhof erinnerten, der hier etwa ein hundert Jahre nach der Schließung des Klosters existierte und von dem nur eine massive Mauerumfriedung aus Stein erhalten blieb. Lange Zeit bevor hier der Friedhof entstand, gruben Mönche einen Kanal, der aus Wäldern an den Hängen des Berges Kleť führte und frisches Quellenwasser ins Kloster leitete. Diesen künstlichen Kanal gibt es bis heute. Er ist drei Kilometer lang und wird seit den Zeiten des Klosterlebens im Geiste der biblischen Symbolik Jordánek (dt. kleiner Jordan) genannt. Von diesem künstlichen Kanal, der auf dem Kamm eines engen Ausläufers führte, wurde Wasser in all die klösterlichen Einrichtungen geführt, die nicht mit Wasser aus der Moldau versorgt werden konnten. Unweit des Bahnhofes, auf einem Plateu über Kotrbíz, wo heutzutage der moderne Teil von Zlatá Koruna liegt, waren an den Kanal eine nicht mehr existierende Schäferei und Fischbecken angeschlossen. Unterhalb des Abhanges, der den oberen und den historischen Teil der Gemeinde voneinander trennt, stand das Haus des Fischmeisters, welches bis heute „U fišmajstra“ (dt. Zum Fischmeister) genannt wird, in welchem sich auch eine kleine Graupenmühle befand. Der Bach Jordánek erreichte das Klosterareal an der ehemaligen Kirche der hl. Markéta und versorgte auf seinem Wege einige klösterliche Häuser, in welchen Handwerker für den Konvent arbeiteten. Zum Schluss wurde das Kanalwasser in den Fischhälter oder den Abtteich geleitet. Von dort wurde durch teilweise erhaltene Rohre der Wirtschaftshof und die Ziergärten mit Wasser versorgt.

Die Existenz des heute verborgenen Kanals in der Nähe des Klosters wird auch durch die barocke Skulptur des hl. Johannes von Nepomuk in Erinnerung gebracht. Die Statuen dieses Heiligen wurden üblicherweise fast immer auf Brücken, Stegen oder zumindest in der Nähe von Wasserflüssen, in diesem Falle des bereits erwähnten Baches Jordánek, aufgestellt.

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UMGEBUNG

Der Standort Zlatá Koruna ist seit langem nicht mehr nur auf das ehemalige Klosterareal beschränkt. In der Nähe des ursprünglich weit außerhalb gelegenen Bahnhofs von Zlatá Koruna an der von České Budějovice (dt. Budweis) Richtung Böhmerwald führenden Eisenbahnlinie vom Jahre 1891 entstand ein mit Familienhäusern bebautes Wohngebiet, welches die flache Terrasse hoch über dem historischen Teil der Gemeinde eingenommen hat.

Bestandteil der Gemeinde Zlatá Koruna sind auch zwei Dörfer – Rájov und Plešovice. Beide dieser kleineren Siedlungen sind auch bei Wassersportlern und Touristen gut bekannt. Rájov vor allem wegen seiner Eigenschaft als beliebte Station der Wassersportler, Plešovice dann vor allem als Kreuzung der Wanderwege zwischen Zlatá Koruna, dem Berg Kleť und der Burgruine Dívčí kámen (dt. Maidstein).

Rájov (dt. Rojau) liegt knappen einen Kilometer von Zlatá Koruna entfernt. Dieser Ort entstand spätestens zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Seine Geschichte war immer mit einer wichtigen Straße verbunden, die von Budweis Richtung Krumau zu einer Furt und später zu einer Brücke über die Moldau führte. Seit dem Mittelalter wurde für die Überquerung des Wassers eine Maut erhoben. Damals war Rojau ein reiches und großes Dorf. Derzeit wurde das erneuerte Gasthaus Na kovárně (dt. Zur Schmiede) zur Hauptdominante von Rájov. Wie der Namen des Gasthauses aussagt, steht es an der Stelle einer ehemaligen Schmiede in der Mitte des Dorfplatzes.

Plešovice ist etwa 1,5 km von Zlatá Koruna situiert. Sein Ortsbild wird durch die Eisenbahnlinie České Budějovice - Černý Kříž - Volary/Nové Údolí durchquert. Zum Gebiet der Gemeinde gehört auch ein nicht weit gelegener Steinbruch, in welchem Granulite abgebaut werden und welcher zu den größten Steinbrüchen Tschechiens gehört. Plešovice ist ein malerisches südböhmisches Dorf, das unterhalb des Kleť liegt. Der kreisförmige Dorfplatz ist von traditionellen Bauerngüter umgeben, wobei einige der Bauerngüter mit prunkvollen Giebeln des böhmischen Bauernbarocks verziert sind.

 

Textautor: Mgr. Jindřich Špinar